Wer auf Reisen geht, muss für diese Zwecke in der Regel einige Vorbereitungen treffen. Nur auf diese Weise kann man sicherstellen, dass alles gut läuft und dass es zu keinen größeren Komplikationen und/oder Herausforderungen kommt. Ein sehr wichtiger Aspekt, der dabei eine große Rolle spielt (vor allem in der heutigen modernen Zeit, in der wir leben) ist der des Internets.
Findet die Reise innerhalb des eigenen Landes statt, muss man sich in der Regel keine großen Gedanken um die Internetverbindung machen, da die mobilen Daten problemlos genutzt werden können. Geht die Reise allerdings ins Ausland, ist es durchaus sinnvoll, sich im Voraus mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man in dieser Zeit am besten mit Internet versorgt wird. Denn es gibt hierfür verschiedene Lösungen, auf die man nach Bedarf zurückgreifen kann.
Die Sache mit der Sicherheit
Bevor auf die unterschiedlichen Lösungen für eine stabile und zuverlässige Internetverbindung auf Reisen eingegangen wird, ist es wichtig zu erwähnen, dass die Anwendung der schnellsten VPN auf jeden Fall sinnvoll ist. Denn vor allem, wenn sich Urlauber auf Reisen (sowohl im Inland, als auch im Ausland) mit dem öffentlichen Internet verbinden, das es vor allem in Cafés, Restaurants und an vielen anderen Orten gibt, ist es wichtig, sich angemessen vor möglichen Hacker-Angriffen zu schützen.
Damit der entspannte und schöne Urlaub nicht bei der Heimfahrt zum Albtraum wird, ist es aus diesem Grund wichtig, sich nicht nur Gedanken um das “Wie” (also die Beschaffung der Internetverbindung) zu machen, sondern auch den Aspekt der Sicherheit erst zu nehmen und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Generell ist es nicht falsch, sich mit öffentlichen WLAN-Netzen zu verbinden und folglich mit Internet versorgen zu lassen.
In diesem Zusammenhang sollte jedoch unbedingt darauf verzichtet werden:
- Sensible Dokumente aufzurufen
- Sensible Daten einzugeben und aufzurufen
- Geld zu überweisen
In der Tat ist es deutlich sicherer, sich nach sicheren Alternativen umzusehen, die sicherstellen, dass man auch im Urlaub eine stabile Internetverbindung hat, ohne sich aktiv den Risiken auszusetzen, die heute im Netz lauern.
Die Sache mit dem Roaming
Findet der Urlaub innerhalb der EU statt, müssen sich Urlauber in der Regel keine Gedanken um die Internetverbindung machen. Das liegt daran, dass es innerhalb der 27 EU-Mitgliedsstaaten die Vereinbarung des EU-Roamings gibt. Das heißt, dass Internetnutzer ihre mobilen Daten ihres Vertrages auch im EU-Ausland nutzen können, ohne sich Gedanken über hohe Kosten machen zu müssen.
Sicherlich kann es sinnvoll sein, den Internetanbieter zu kontaktieren und genauere Informationen zu erfragen, falls das Datenvolumen des Vertrages recht gering ist und im Urlaub vermutlich nicht ausreicht. Das kommt nicht selten vor, da viele Menschen zu Hause inzwischen ein Modem haben und die mobilen Daten nur nutzen, wenn sie unterwegs sind. Demnach wählen viele Internetnutzer einen günstigeren Vertrag mit einem geringeren Datenvolumen. In der Regel ist es jedoch kein Problem, sich für den Urlaub zusätzliches Datenvolumen dazu zu buchen.
Kein Roaming möglich – und jetzt?
Halten sich Urlauber in einem Land auf, in dem die EU-Roaming-Verordnung nicht gilt, ist es wichtig, andere Lösungen zu finden, um weiterhin eine gute Verbindung zum Internet genießen zig können. Für diese Zwecke gibt es zwei Möglichkeiten, die man in Betracht ziehen kann. Auf der einen Seite steht die lokale Sim-Karte des Landes, in dem man sich aufhält. Auf der anderen Seite steht die e-SIM, bei der es sich um eine nicht physische Sim-Karte handelt und ebenfalls sicherstellt, die Besitzer mit Internet zu versorgen.
Die lokale Sim-Karte
Lokale Sim-Karten können sich Urlauber in der Regel überall kaufen, wobei es lediglich wichtig ist, den Reisepass vorzuzeigen.
| Vorteile | Nachteile |
| ● Recht günstig ● Für längere Aufenthalte sinnvoll ● Funktioniert auch bei älteren Smartphones, die nicht s-Sim-fähig sind ● Nicht nur Internetversorgung, sondern auch die Möglichkeit, zu telefonieren | ● Große Auswahl, kann die Entscheidung für den Anbieter erschweren. ● Aufwand für die Besorgung. ● Für die Aktivierung kann es sein, dass man Hilfe benötigt, da die Sim-Karten in der Regel in der Landessprache des Landes aktiviert werden, in dem man sich aufhält. |
Wer über ein Smartphone verfügt, in das zwei Sim-Karten kommen können, muss nicht einmal sicherstellen, die Haupt-Sim-Karte sicher zu verstauen. Sie kann einfach im Smartphone gelassen werden, wobei jedoch daran gedacht werden muss, sie zu deaktivieren.
Touristen-Sim-Karten ja oder nein?
Es kommt nicht selten vor, dass Touristen am Flughafen die Möglichkeit haben, sich eine sogenannte Touristen-Sim-Karte zu kaufen. Das klingt im ersten Moment sehr verlockend, doch auf den zweiten Blick sind diese Karten in der Regel deutlich teurer als die lokalen Sim-Karten. Zudem sind sie oft auch nur ein bis zwei Wochen lang gültig. Der Vorteil ist hingegen, dass die Leute, die diese Sim-Karten für Touristen verkaufen, in der Regel Englisch sprechen und die Verständigung somit unter Umständen einfacher ist, als in einem lokalen Geschäft.
Die eSIM
Die virtuale eSIM, ist eine digitale SIM-Karte, die Nutzer online aktivieren, ohne sie physisch in das Smartphone einfügen zu müssen. Allerdings muss ein Smartphone eSIM-fähig sein, um diese Option nutzen zu können, was nicht bei allen Geräten der Fall ist.
| Apple | Ab iPhone X sind alle Modelle eSIM-fähig |
| Android | eSim-Fähigkeit von Gerät zu Gerät unterschiedlich (unter den Geräteeinstellungen steht die Information, ob ein Gerät eSIM-fähig ist, oder nicht) |
Inzwischen gibt es zahlreiche eSIM-Anbieter mit eSIMs für die verschiedensten Länder. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich im Voraus darüber zu informieren, welcher Anbieter das passende Angebot für die geplante Reise hat.
| Vorteile | Nachteile |
| ● Man kann direkt online gehen, sobald man im Zielland angekommen ist (die eSIM wird bereits vor dem Reiseantritt gekauft, jedoch erst bei der Ankunft aktiviert). ● Es gibt Anbieter, bei denen man Länderpakete buchen kann, was vor allem für Reisende attraktiv ist, die mehrere Länder besuchen wollen. ● Die Besorgung und Aktivierung der eSIM sind einfach, unkompliziert und stressfrei. ● Durch die Tatsache, dass die eSIM nicht physisch ist, ist sie sehr nachhaltig. | In der Regel ist eine eSIM ein wenig teurer als eine lokale SIM-Karte. |
Lokale SIM-Karte oder eSIM?
Die Frage, ob nun eine lokale SIM-Karte oder eine eSIM gewählt werden soll, ist im Grunde genommen jedem Reisenden selbst überlassen. Vor allem für Reisen außerhalb der EU bietet es sich jedoch in der Regel an, auf eine e-SIM zurückzugreifen. Besonders dann, wenn die Reise nicht nur in ein Land geht, sondern wenn mehrere Länder erkundet werden möchten. Innerhalb der EU kann eine lokale SIM-Karte eine gute Lösung sein, wenn das Zubuchen von mehr Datenvolumen recht teuer ist und der Kauf einer lokalen SIM-Karte im Vergleich deutlich günstiger ausfällt.
Generell ist es jedem Urlauber selbst überlassen, wie er sich auf Reisen mit Internet versorgt. Wie jedoch bereits weiter oben erwähnt, ist es wichtig, den Hauptaspekt der Sicherheit nicht zu vernachlässigen und sicherzustellen, dass man sich angemessen und zuverlässig vor den Internet-Kriminellen schützt. Diese haben vor allem über öffentliche Internetzugänge, öffentliche Ladekabel und auch öffentliche Computer (wie zum Beispiel am Flughafen und Hauptbahnhof) zahlreiche Methoden, um den Anwendern zu schaden. So groß die Freude auf den Bevorstehenden Urlaub auch ist, sollte die Sicherheit auf keinen Fall zu kurz kommen.