Island ist ein faszinierendes Land, dass Sie zu jeder Jahreszeit erkunden können. Vor allem im November zieht es viele Menschen ins Land, obwohl es in den Wintermonaten Tücken geben kann. Der Niederschlag nimmt zu, es liegt in Reykjavik für gewöhnlich schon Schnee. Trotzdem gibt es gute Gründe, warum Sie gerade die Jahreszeit wählen sollten. Einer davon ist die Chance, Nordlichter zu sehen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie sich im November vorbereiten müssen und was es zu wissen gibt.
Wetterbedingungen in Island im November
Der November ist in Island ein Monat des Übergangs. Der Herbst ist vorbei, der Winter hat bereits begonnen. Die Tage sind deutlich kürzer als im Sommer, im Süden des Landes wird es gegen 16 Uhr dunkel. Je weiter Sie in den Norden oder ins Hochland fahren, desto schneller verschwindet das Tageslicht. Die Temperaturen liegen tagsüber meist zwischen null und fünf Grad, nachts fällt das Thermometer regelmäßig unter den Gefrierpunkt.
Wind spielt im November eine größere Rolle als in den Vormonaten. Stürme sind keine Seltenheit und können innerhalb weniger Stunden aufziehen. Auch starker Regen oder Schneefall treten unerwartet auf. Das bedeutet nicht, dass Reisen im November unmöglich sind, aber es erfordert eine gute Vorbereitung und eine flexible Planung. Wetter-Apps mit Isländischer Datenbasis und offizielle Seiten wie road.is oder safetravel.is helfen dabei, die Route täglich anzupassen.
Um sicher unterwegs zu sein sollten Sie außerdem ein Auto mieten in Keflavík Flughafen, denn mit dem Fahrzeug sind Sie nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Der kleine niedliche PKW reicht aber auch nicht aus. Es lohnt sich, wenn Sie einen 4×4 mieten in Island, denn mit dem SUV machen Ihnen auch schlechte Straßenbedingungen nichts aus.
Passende Kleidung für Island im November
Wer im November nach Island reist, muss nicht frieren, wenn er sich richtig kleidet. Das klassische Zwiebelprinzip ist hier kein modischer Rat, sondern eine Notwendigkeit. Funktionsunterwäsche aus Merinowolle sorgt dafür, dass der Körper warm bleibt, auch wenn es regnet oder schneit. Darüber sollten Sie eine isolierende Zwischenschicht wie Fleece oder ein leichter Daunenpullover tragen. Ganz außen schützt eine wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Jacke. Auch die Hose sollte wasserabweisend sein, denn nasse Beine kühlen schnell aus. Mütze, Schal, Handschuhe und gute Wanderschuhe sind Pflicht.
Tipp: Verzichten Sie auf Baumwolle in den unteren Schichten, denn sie speichert Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass Sie schneller auskühlen.
Persönliche Eindrücke von Island im November
Wer Island im November bereist, erlebt das Land von seiner stilleren Seite. Die Straßen sind leerer, die Preise für Unterkünfte sinken vielerorts deutlich. Sehenswürdigkeiten wie der Golden Circle oder die Wasserfälle im Süden wirken bei Nebel und leichtem Schneefall oft noch mystischer als im Sommer. Die Dunkelheit bringt eine besondere Ruhe mit sich und macht es einfacher, den Fokus auf Details zu richten.
Viele Reisende berichten davon, dass gerade die Reduktion auf das Wesentliche das Novembererlebnis so intensiv macht. Statt in kurzer Hose am Wasserfall zu stehen, kämpfen Sie sich gegen Wind und Kälte zur Aussichtsplattform vor. Das Ergebnis ist ein tieferes Gefühl der Verbindung zur Natur, ein echtes Abenteuer abseits der klassischen Hochsaison. Die Chance auf Nordlichter ist ein weiterer Pluspunkt. Besonders in klaren Nächten abseits größerer Städte tanzen sie mit etwas Glück am Himmel.
Meine 7 besten Empfehlungen für Island im November
- Buchen Sie eine Unterkunft mit Hot Pot oder Sauna. Nach einem kalten Tag wirkt das Wunder.
- Achten Sie bei der Mietwagenwahl auf Allradantrieb. Ein kleiner Aufpreis zahlt sich bei Schnee und Eis aus.
- Fahren Sie nicht nach Plan, sondern nach Wetter. Flexibilität ist entscheidend.
- Verzichten Sie auf das Hochland. Viele Straßen sind im November bereits geschlossen.
- Packen Sie eine Stirnlampe ein. Es wird früher dunkel, und viele Orte sind unbeleuchtet.
- Laden Sie alle Karten offline herunter. Im Schneesturm ist das Mobilfunknetz nicht immer stabil.
- Nutzen Sie Tageslicht. Planen Sie Ihre Aktivitäten zwischen 10 und 15 Uhr.
Autofahren in Island im November
Autofahren im November ist möglich, aber nicht zu unterschätzen. Die Straßen sind oft vereist, vor allem am frühen Morgen und späten Abend. Brücken können spiegelglatt sein, auch wenn die Sonne geschienen hat. In abgelegeneren Regionen wird nicht täglich geräumt. Der isländische Wetterdienst aktualisiert mehrmals den Straßenzustand in Island, ein Blick auf die Karten gehört morgens zum Pflichtprogramm.
Viele Mietwagenfirmen bieten im Winter Spikereifen an, diese sind in Island erlaubt und sogar empfohlen. Beachten Sie, dass die Geschwindigkeit den Verhältnissen angepasst werden muss. Selbst wenn 90 km/h erlaubt sind, kann es sinnvoll sein, deutlich langsamer zu fahren. Rechnen Sie mit Verzögerungen, auch wenn die Strecke auf der Karte einfach aussieht.
Was tun bei Festfahren oder Unfall im Graben
Ein Klassiker im isländischen Winter: Das Fahrzeug rutscht bei Eisglätte in den Graben oder bleibt im Schnee stecken. In so einem Fall ist Ruhe der wichtigste Begleiter. Steigen Sie nicht sofort aus, wenn ein Sturm tobt oder die Sicht unter zehn Metern liegt. Prüfen Sie, ob das Fahrzeug beschädigt ist, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und versuchen Sie, über das Handy Hilfe zu holen.
Die App 112 Iceland ermöglicht es, den eigenen Standort auch bei schlechtem Netz an die Rettungskräfte zu übermitteln. Falls der Wagen noch fahrbereit ist und keine Gefahr besteht, können Sie mit geringer Geschwindigkeit zur nächsten Haltemöglichkeit zurückkehren. Versuchen Sie nicht, sich allein aus tiefem Schnee zu befreien. Abschleppdienste sind erfahren und erreichen auch abgelegene Orte, brauchen aber etwas Zeit.