Sandflies in Neuseeland

Sandflies in Neuseeland

Kleine rote Stiche? Mücken? Flöhe? Bettwanzen? Nein, in Neuseeland sind diese Stiche mit hoher Wahrscheinlichkeit den Sandflies zu verdanken. Sie juckten bei mir so sehr, dass ich mir schon fast Mücken wünschte. Doch diese kleinen 2mm Fliegen, welche ich eher als Obstfliegen deklarierte, machten das Camping in Neuseeland an einigen Stellen unertragbar.

Krankheiten?

Es gibt viele Arten von Sandflies. Einige können böse Viren übertragen. Die in Neuseeland anzutreffenden Sandflies übertragen aber keine Viren oder Krankheiten. Zumindest ist bis heute noch kein Fall bekannt. Eine allergische Hautreaktion nach einem Biss ist jedoch keine Seltenheit.

Wo sind diese Sandflies?

Sandflies trifft man vorallem in den Dämmerungsstunden überall wo fliesendes Wasser oder der neuseeländische Urwald in der Nähe ist. Ganz extrem fiel uns die Westküste der Südinsel Neuseelands auf. Weil wir einfach nicht aussteigen wollten, rasten wir förmlich an dem Dschungel Dickicht vorbei. -Weg von den fiesen Sandflies!

Schutz gegen Sandflies

Der beste Schutz ist Gegenden mit Sandlies zu meiden. Da dies in Neuseeland schier unmöglich erscheint, empfiehlt sich ein Anti-Sandly-Spray (DEET), welches in jedem Supermarkt zu finden ist. Eventuell helfen auch andere Hausmittel wie Knoblauch, Zitronen-Eukalyptus-Öl oder viel Vitamin B. Von mir sind diese Hausmittel jedoch ungetestet geblieben. Wenn keines dieser Mittel zur Hand sein sollten oder einfach nicht helfen, hilft nur noch rennen. Im wahrsten Sinne des Wortes, Sandflies mögen kein Wind, wenn du dich also schnell bewegst, wirst du mit weniger Stichen durch den schier endlosen Sandflie Schwarm kommen. Oder aber du ziehst dich dick an – auch dann haben die Blutsauger keine Chance.

Gestochen, und nun?

Um eine gefährliche Infektion zu vermeiden lautet die erste Anweisung “Nicht kratzen”. Da dies leichter gesagt ist, als getan empfiehlt es sich bei vielen Bissen einen Arzt oder zumindest eine Apotheke aufzusuchen. Die gute Nachricht: Umso mehr Bisse du bekommst, umso weniger jucken dich die nächsten 😛

Fazit:

Jeder der Neuseeland erkundigt, wird es unfreiwillig mit diesen kleinen Sandflies zu tun haben. Und jeder wird sie hassen, denn sie können den ganzen so schönen Trip zu einer echten Qual machen. Doch mit guter Vorsorge kann man dem Leid einhalten bieten und so trotz Sandflies Neuseeland erleben und lieben.

By | 2017-07-03T19:11:51+00:00 24. Jan 2016|

5 Kommentare

  1. Sandra 27. Januar 2016 um 21:58 Uhr- Antworten

    Treffender Bericht und – Oh ja – uns haben sie im Milford Sound echt geärgert. Gute 2 Wochen hatten wir noch was von den Stichen – die sind unglaublich hartnäckig. Und schlimm, dass man die kleinen Biester erst einmal kaum wahrnimmt.

  2. Bea 1. Februar 2016 um 12:49 Uhr- Antworten

    Ja, sie sind schön mächtig fies, die Sandflys. Aber ich möchte hier ergänzen, dass man ihnen ausschließlich auf der Südinsel begegnet! Warum die nicht bis zur Nordinsel kommen, konnte mir auch kein Neuseeländer erklären… 😉

    Gutes Mittel bei wirklich großer “Wund”fläche: Auflagen mit Eigen-Urin.

    Meine beiden Schienbeine waren schon blau – es sah aus, wie eine Blutvergiftung. Da ich weder ein Mittelchen und auch keine Apotheke zum Greifen hatte, habe ich es damit probiert. Die Schmerzen und Beulen waren nach 2 Tagen fast spurlos verschwunden. Bestes Mittel, weil immer “dabei” und auch noch gratis! 😉

  3. Siggy 27. März 2016 um 5:01 Uhr- Antworten

    Der Tip mit den Auflagen ist gut und werde ich gleich mal probieren ? Ich leide nämlich immer noch am Jucken der Bisse, die ich mir auf der Südinsel vor zwei Wochen zugezogen habe.
    In einem Punkt muss ich allerdings widersprechen: ich bin gerade auf der Nordinsel und ja, hier gibt es die fiesen Biester leider auch! Daher immer schön mit Mückenschutz eincremen, denn auch wenn man sie nicht sieht, spätestens am nächsten Tag merkst Du sie

  4. Bine 7. Oktober 2016 um 11:31 Uhr- Antworten

    jaja, die Sandflies…was für lästige Biester. Ich kenne die kleinen Plagegeister aus Thailand. Gerade an abgelegenen Stränden ohne Touris dauerte es nicht lange und man ist von Bissen übersäht. Das gemeine ist auch, dass sie sich gern in der Kleidung festsetzen und so schleppt man sie von einem Ort zum anderen. Ich weiß nicht, ob die Sandflies in Thailand irgendwelche Krankheiten übertragen haben, doch dort hieß es: unter KEINEN Umständen aufkratzen. Dadurch sind sofort regelrechte Krater in der Haut entstanden, die eine unmittelbare Behandlung mit Antibiotika mit sich zogen, da sich sonst die Infektion gefährlich ausbreiten konnte. Ich habe Leute getroffen, die diesen fehler begangen hatten-das sah echt eklig aus. Auf der Insel, wo wir waren, gab es eine lokal zusammen gemischte Paste zu kaufen, die man auf die Stiche schmieren konnte. Man war zwar dann am ganzen Körper pink, aber der Juckreiz war auf der Stelle weg. Ich habe keine Ahnung, was darin war, und selbst in Bangkok hatten die in der Apotheke keine Ahnung davon.
    Was als Vorsorge ebenso noch gegen sandflies helfen soll, ist sich mit Kokosöl einzureiben. Man erzählte mir, dass sie es hassen, wenn die Haut ölig ist und sie somit nicht beißen. Getestet habe ich das bisher selbst noch nicht. Werde es aber sicherlich nächstes Jahr in Mexiko nachholen – dort warten die kleinen Tierchen auch ´wieder auf mich 😉

    • Helena & Tobias 7. Oktober 2016 um 19:07 Uhr

      Vielen Dank für deinen Tipp mit dem Kokos-Öl, das werden wir demnächst mal testen. Falls du schneller bist, halte uns doch mit deinen Erfahrungen auf dem laufenden. Dir auf jeden Fall eine schöne Zeit in Mexiko. Das wird bestimmt eine tolle Erfahrung!
      Liebe Grüße,
      Helena & Tobias

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