Roadtrip: Welches Auto? Kombi oder Campervan?

Kombi oder Campervan?

Essentiell für jeden Roadtrip ist natürlich ein passendes Auto. Nur welches? Kombi oder Campervan?

Um eine Antwort darauf zu finden, solltest du dir vorab folgende Fragen stellen:

  • 1. Wie viele Mitfahrer?
    Mit wie vielen Personen willst du reisen? Selbst wenn du nur alleine fahren willst, denke stets daran, dass man beim Reisen ständig auf neue Leute trifft und sich so das Schicksal des alleine Reisenden schnell ändern kann 😉

  • 2. Welche Route?
    Führt die Route durchs Gebirge, durch enge Straßen eventuell sogar über Stock und Stein oder gar durch die Wüste? Dies beeinflusst definitiv die Wahl des richtigen Autos/Vans. Viel Action erfordert schon fast einen Jeep. Enge, knackige Kurven durchs Gebirge sind dagegen mit einem PKW gut zu schaffen – mit einem großen Wohnmobil könntest du dagegen in Schwierigkeiten geraten.

  • 3. Wo schlafen?
    Schläfst du im Auto, Zelt oder Hostel? Wenn du nur von Hotel zu Hotel fährt solltest du dir eigentlich nicht die Frage stellen einen Campervan zu kaufen/mieten…!
    Wenn du vorwiegend im Auto/Van schlafen möchtest, solltest du dich vorher erkundigen, ob dies in dem Reiseland überhaupt erlaubt ist und welche Voraussetzungen ggf. erfüllt werden müssen. Eventuell darfst du auch nur auf ausgewiesenen Campingplätzen stehen. Dies ist mit Kosten verbunden die vorher einkalkuliert werden sollten. Auf Campingplätzen zahlst du für ein Wohnmobil mehr als für einen PKW.

  • 4. Wie lange?
    Um so länger die Reise im Auto geplant ist, desto mehr Freiraum sollte dir das Fahrzeug bieten.

  • 5. Wie viel Geld?
    Wie teuer darf das Ganze werden? Und bitte nicht an falscher Stelle sparen! Meist werden Abstriche zu Gunsten des Komforts gemacht. Doch keinerlei Komfort in einem viel zu kleinen Auto mit viel zu vielen Leuten kann schnell den Roadtrip im traumhaften Land zum Alptraum werden lassen. Desweiteren sollte nicht zu Lasten der Sicherheit gespart werden. Bezahlt lieber ein wenig mehr für ein Auto mit Airbags, sowie für eine Versicherung oder Pannenservice! Spare nicht an der falschen Stelle!

Und nun kommmen wir zu unserer Hauptfrage:

Kombi oder Campervan?

Ein Auto ist günstig. Bei einem richtigen Roadtrip will man jedoch auch in diesem Auto schlafen können. Daher sollte es mindestens ein Kombi sein. In diesem können max. zwei kleine Personen eng aneinander kuscheln. Vorausgesetzt, diese haben nicht allzu viel Gepäck dabei. Dafür ist ein Kombi günstiger als ein Campervan. Man fällt mit solch einem Gefährt auch nicht unbedingt als Touri auf, findet stets einen Parkplatz und fährt ohne Probleme auch durch die engen kurvigen Straßen. Zugleich mit weniger Spritverbrauch!
Ein Campervan hingegen bietet als ersten großen Vorteil – Platz. Dieser Freiraum ist ein enormes nicht zu unterschätzendes Privileg, gerade bei längeren Roadtrips. Selbst mit dem besten Freund , mit der größten Liebe des Lebens, können nach einer Woche ohne richtige Dusche, in einem zu kleinen Gefährt schnell die Fetzen fliegen. Mit einem Campervan mindert man dieses Risiko. Außerdem ist in den Vans genug Platz für einen Kühlschrank, eine Spüle, kleine Schränke, eine Kochplatte und ggf. sogar einer Toilette und Dusche! Komfort der natürlich teuer werden kann.

Persönliche Anmerkung:

Wir sind sechs Wochen zu zweit in einem Kombi durch Neuseeland gefahren und ebenso rund sechs Wochen in einem Campervan durch Australien. Rückblickend war der Trip durch Neuseeland aufregender. Aufregender weil wir uns viel mehr mit dem kleinen Kombi getraut haben, als mit dem Campervan. Zugegeben, unsere Rundum-Sorglos-Vollkasko-Versicherung hat ihren Teil dazu beigetragen. Dennoch sorgte wenig Raum für zu wenig und unkomfortablen Schlaf.

Im Campervan hingegen kamen solche Probleme nicht auf. Nach sechs Wochen waren wir irgendwann froh, den Kombi wieder abgeben zu können, im Campervan hingegen hätten wir gerne noch etwas weiterfahren können. Rückblickend war es gut beide Erfahrungen gemacht zu haben. Denn nun können wir uns die Frage “Kombi oder Campervan?”  definitiv beantworten: Unser nächster Roadtrip wird garantiert wieder mit einem Campervan bestritten! Nicht zu groß, nicht zu klein, aber wir beide passen bequem hinein 🙂

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By | 2017-07-03T19:24:36+00:00 20. Dez 2015|

5 Kommentare

  1. Auto Zelt 27. März 2016 um 15:12 Uhr- Antworten

    Sehr cooler Artikel!

  2. Urs 21. August 2016 um 12:13 Uhr- Antworten

    Hallo ihr beiden,

    könntet ihr mir vielleicht schreiben, bei welchem Anbieter ihr euren Kmbi in Neuseeland gemietet habt?

    Vielen Dank
    Urs

    • Helena & Tobias 21. August 2016 um 19:48 Uhr

      Hallo Urs,
      wir haben bei http://rentalcarvillage.com/ unseren Mietwagen gebucht. Ein kleiner Familenbetrieb, zu fairen Preisen: 39 Tage haben uns 1246NZD gekostet – Inklusive jeder Menge Camping-Equipment. Dennoch würden wir nächstes mal vermutlich eher einen “Selfcontained” Wagen mieten.
      Viel Spaß bei deinem Roadtrip in Neuseeland, bei weiteren Fragen helfen wir gern weiter.
      Liebe Grüße,
      Helena & Tobias

    • Urs 23. August 2016 um 14:38 Uhr

      Hallo Helena, Hallo Tobias,

      vielen Dabk für eure schnelle und ausführliche Antwort.

      Wir überlegen uns gerade ob wir uns einen Campervan mieten, fänden es auch schön mit einem mobilen „Zuhause“ das Land zu erkunden 🙂

      Rein von der Ausstattung müsste uns ein kleiner Campervan mit Bett und Küche eigentlich vollkommen reichen, diese sind aber alle non-selfcontained (da sie ja keine Toilette haben).

      Lohnt es sich überhaupt einen selfcontained Camper zu mieten? Wenn ich es richtig gelesen habe, ist es das „Freedom Camping“ ja schon an vielen Stellen verboten und man muss auf einen Campingplatz oder DOC ausweichen.

      Vielen Dank für eure Zeit.

      Liebe Grüße
      Urs

  3. Helena & Tobias 25. August 2016 um 20:34 Uhr- Antworten

    Hallo Urs,
    es lohnt sich definitiv einen Selfcontained Camper zu mieten. Mit diesem ist es noch an unzähligen Stellen möglich einfach so “wild” zu campen. Auch das Abwasser kann kostenlos an allerlei Stellen abgelasen oder erneuert werden. Wir haben es im Nachhinein etwas bereut nicht selfcontained unterwegs gewesen zu sein, da wir immer auf diese Campingplätze ausweichen mussten 🙁 Mitten in der Natur macht es einfach mehr Spaß- ohne Campground! Selbst an vielen kostenlosen Rastplätzen mit Toilette und Dusche durften nur “Selfcontained Vehicles” stehen. Für uns war dies sehr unverständlich und ärgerlich. Wir mussten also entweder immer einen anderen bezahlten Platz finden oder uns verstecken und hoffen nicht erwischt zu werden. Das ist es aber nicht was wir wollten. Wir wollten es einfach in vollen Zügen genießen. Und dies ist selfcontained definitiv immenroch möglich in Neuseeland!
    Daher unsere Empfehlung: Investiert ein paar Euro mehr für euren Selcontained Camper.

    Halte uns gern auf dem Laufendem wie ihr euch entscheidet und wie eure Roadtrip durch Neuseeland ausschaut.

    Liebe Grüße
    Helena & Tobias

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