10 Beeren, die du in Schweden pflücken und essen kannst

Schwedens Natur lädt förmlich dazu ein, die Früchte der Natur selbst zu pflücken und zu genießen. Egal ob es leckere Pilze sind, oder leckere Beeren die an unzähligen waldigen Gebieten pflückbar sind. Selber gepflückt und zubereitet schmeckt es einfach besser als im Supermarkt gekauft. Daher zeigen wir dir nun 10 Beerenarten die du in Schweden finden, pflücken und essen kannst:

Blåbär (Blaubeeren/Heidelbeeren)

-wächst am Strauch, Blütenfarbe roas-rot, Fruchtfarbe blau, roh essbar

Heidelbeeren gehören zu den beliebtesten heimischen Wildfrüchten. Sie sind in Schweden weit verbreitet – fast 17% des Landes sind mit ihnen bedeckt. Sie blühen bevorzugt in lichten Nadelwäldern von Mai bis Juni und können im Juli und August geerntet werden.

Lingon (Preiselbeeren)

-wächst am Strauch, Blütenfarbe weiß, Fruchtfarbe rot, gekocht essbar

Preiselbeeren können in Schweden vom August bis zum September geerntet werden. Sie wachsen hauptsächlich an Moorrändern und lichten Nadelwäldern weit in den Norden Schwedens. Preiselbeeren dienen häufig als Beilage zu Wildgerichten oder auch zu Köttbullar. Aufgrund ihres säuerlichen, herben Geschmacks werden sie selten roh gegessen, die einzige Ausnahme sind die „rårörda lingon“. Hier werden Preiselbeeren mit Zucker verrührt und dann ähnlich wie Preiselbeermarmelade oder –gelee verwendet. Durch ihren hohen Gehalt an Benzoesäue sind sie auch mit wenig Zucker relativ lange haltbar. Preiselbeeren sind sehr gesund und der Genuss der Beeren oder ihres Saftes soll vor Blasenentzündungen schützen. Ein heißer Lingonsaft in der kalten Jahreszeit hilft, den Körper wieder aufzuwärmen.

Smultron (wilde Walderdbeeren)

-wächst am Strauch. Blütenfarbe weiß, Fruchtfarbe rot, roh essbar

Eine Variante der Erdbeere ist die Walderdbeere, deutlich kleiner als die Gartenerdbeere, dafür im Geschmack viel aromatischer. In Schweden nennt man sie Smultron. Es gibt verschiedene Sorten, die frühen Beeren sind schon im Juni reif, die späteren werden dann im Juli geerntet. Sie wächst vorwiegend in waldigen Gebieten, an Waldrändern und Lichtungen. Ihre Vorkommen in Schweden erstreckt sich über das ganze Land, außer dem äußersten Norden.

Himbeere

-wächst am Strauch(0,5m-1,5m), Blütenfarbe weiß, Fruchtfarbe rot, roh essbar

Die Himbeere wächst in ganz Schweden hauptsächlich in halbschattigen Wäldern. Sie kann von Juni bis August geerntet werden und roh verzerrt werden.

Björnbär (Brombeeren)

-wächst am Strauch(bis zu 2m lange Äste), Blütenfarbe weiß und rosa-rot, Fruchtfarbe blau, roh essbar

Die Brombeere ist ein absoluter Klassiker unter den Wildbeeren. Sie mögen milderes Klimas und sind daher hauptsächlich im Süden Schwedens anzufinden. Dort besonders an Wegrändern. Brombeeren reifen im Spätsommer, können jedoch auch in einigen Regionen bereits ab Juli gepflückt werden.

Hjortron (Moltebeeren)

-wächst als Kraut(bis zu 30cm hoch), Fruchtfarbe rot/gelb, roh essbar

In Schweden wachsen die  vitaminreichen und sehr schmackhaften Moltebeeren im ganzen Land, vor allem jedoch in den sumpfigen Gebieten im Norden des Landes. Die Moltebeere gilt als Wahrzeichen Lapplands und man bezeichnet sie auch als das Gold Lapplands. Die Blütezeit geht bis Juni, die reifenden Früchte sind zunächst grünlich, dann blassrot und schließlich gelborange. Ab September ist die Beere reif, dann ist sie sehr weich und dennoch schwer zu pflücken. Roh gegessen hat sie einen bitter-säuerlichen Geschmack, aber als Kompott oder Marmelade verarbeitet schmeckt sie richtig lecker. In Finnland bereitet man einen Likör daraus, den Lakka (Lakka ist der finnische Name für Moltebeere). Außerdem ziert sie das finnische 2-Euro Stück.

Fläderbär (Schwarze Holunder Beeren)

-wächst als breitbüschiger Großstrauch(3-7m) seltener auch als kleiner Baum(bis 9m), Blütenfarbe weiß, Fruchtfarbe rot/blau, gekocht essbar

Holunder Beeren gelten als äußerst gesund. Die Menschen in der Jungsteinzeit nutzten die Holunderbeere bereits als Nahrungs- und Heilungsmittel. Leider schmeckt sie unverarbeitet sehr herb und bitter. Außerdem enthält sie das Glycosid Sambunigrin, welches als schwach giftig gilt. Bei Kinder- und sensible Mägen kann der Genuss zu vieler rohe Beeren schwere Magen Darm Probleme hervorrufen. Beim Erhitzen zerfällt jedoch dieser giftige Stoff. Mit Zucker aufgekocht lassen sich leckere Säfte oder ein Sirup kochen, welche heilende Kräfte versprechen. Verarbeiten lassen sich sowohl die Blüten welche von April – Juli blühen, als auch die Beeren (August – Oktober). Holunder wächst bevorzugt in lichten Wälder, an Waldrändern und Ufern. Je nördlicher man sich befindet desto seltener werden die Pflanzen. In Schweden sagt man, dass du den Elfenkönig und sein Gefolge siehst, wenn du dich in der Mittsommernacht bei Sonnenuntergang unter einen Holunderbaum setzt.

Tranbär (Moosbeeren)

-wächst als Zwergstrauch(bis zu 80cm lange Äste), Fruchtfarbe gelb/rot, roh essbar

Die Tranbär nennt man auf Deutsch „gewöhnliche Moosbeere“. Es handelt sich um einen Vertreter der Heidelbeere. Sie wächst vorwiegend in Moorlandschaften. Die Früchte sind gelbrot bis rot und können im August geerntet werden. Der säuerliche Geschmack dieser Beere erinnert an die Preiselbeere, ist jedoch noch intensiver. Sie passt ebenso wie die Preiselbeere gut zu Wildgerichten und wird ebenfalls zu Konfitüre verarbeitet. Vom Geschmack soll sie noch besser sein, wenn sie den ersten Frost erlebt hat.

Nypon  (Hagebutte)

-wächst am Strauch, Fruchtfarbe (organge/rot), ohne die Nüsschen auch roh genießbar

Eigentlich handelt es sich hierbei um keine keine Beere, dennoch wollen wir sie der Vollständigkeit halber erwähnen. Hagebutten sind die Früchte der Rosen, wie man sie ja auch bei uns in Deutschland kennt. Sie können zu Mus oder Konfitüre verarbeitet werden, eignen sich aber auch zum Würzen von Wildgerichten. Beliebt ist die Hagebutte auch als Likör oder Tee. In Schweden kennt man die Nyponsoppa, das Gegenstück zur Blåbärssoppa, hergestellt aus Hagebutten, Zucker und Wasser, die gerne als Dessert oder Zwischenmahlzeit gegessen wird. Die Nüsschen der Hagebutte sind mit feinen, widerhakenbestückten Härchen bedeckt, die bei Hautkontakt Juckreiz hervorrufen. Daher sollten die Nüsschen nicht mitgegessen oder -verarbeitet werden. Aufgrund ihres Vitamin C sind Hagebutten sehr gesund. Erntezeit ab den Herbstmonaten bis hin zum Frühjahr. Je später man sie pflückt, desto süßer sind sie.

By Maseltov [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Kråkbär (schwarze Krähenbeere)

-wächst als Strauch(0,2-0,5m lange Zweige), Blütenfarbe rosa bis rot/grün bis braun, Fruchtfarbe blau, gekocht essbar

Die Krähenbeere ist eine Beere, die an einem niedrigen Strauch bevorzugt in Moorgebieten wächst. Sie blühen von Mai bis Juni und ab Juli können die reifen Krähenbeeren gepflückt werden. Die Früchte können zwar roh verzerrt werden, sind aber alles andere als wohlschmeckend. Sie schmecken leicht säuerlich und wirken in größeren Mengen leicht berauschend. Im Norden werden die Beeren etwas größer und schmecken aromatischer, besonders nach Frost soll sich ihr Geschmack verbessern. Eine Methode der ‘Samen’ besteht darin, die Beeren in Milch einzufrieren und als Vorrat für den Winter zu lagern.

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By | 2017-09-03T17:18:58+00:00 3. Sep 2017|

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