Tranmpen - Hitchhiking: Das musst du wissen

Was bedeutet Hitchhiking?

„Trampen“ oder englisch „hitchhiking“ steht für die kostenlose Mitfahrt in einem fremden Kraftfahrzeug.

Wie finde ich ein Fahrzeug was mich mitnimmt?

Online gibt es unzählige Dienste die Mitfahrgelegenheiten anbieten. Auch in diversen Foren oder in Facebookgruppen findest du sicherlich schnell mehrere Möglichkeiten, die dich kostengünstig von A nach B bringen. Doch diese Methoden entsprechen nicht dem klassischen Hitchhiking.
BeimTtrampen fährst du per Anhalter. Das bedeutet du stellst dich an eine beliebige Straße, streckst deinen Daumen raus und wartest auf einen Fahrer, der anhält um dich mitzunehmen.

Wie lange dauert es bis ich einen Fahrer finde?

Eine Sache solltest du von Anfang an beim Trampen ablegen: jeglichen Zeitdruck. Du wirst nie wissen, wann wirklich jemand anhält. Eventuell hält heute den ganzen Tag niemand an. Es kann keine drei Minuten dauern, oder endlos lange. Willkommen im Leben eines Trampers!

Den richtigen Standort wählen

Nicht jede Straße eignet sich zum Trampen. In mitten in der Stadt wirst du selten Erfolg haben. Stelle dich lieber an den Ortsausgang. Außerdem solltest du einen Platz wählen, an dem du schon von weitem gut zu erkennen bist, sicher stehst und auch der potentielle Fahrer sicher anhalten können.
Hält immer noch keiner an, versuche es an Tankstellen, Ampeln und Rastplätzen. Sprich die Fahrer einfach direkt an. Sobald ein persönlicher Kontakt besteht, fällt es schwerer, jemanden abzulehnen!

Nicht zu viel dabei haben

Das gilt für die Personenzahl ebenso wie für das Gepäck. Mehr Masse bedeutet weniger Chancen.

Das passende Erscheinungsbild

Nun ja, viele Backpacker sehen nach einigen Monaten nicht mehr so frisch. Obwohl das oberflächige Erscheinungsbild nicht entscheidend sein sollte, haben die Autofahrer nur diese eine Information von dir. Vor einem stinkenden, versifften, bärtigen, mit dreckiger Kleidung bestückten Kerl hat der Autofahrer einfach mehr Angst, als vor der süßen kleinen Frau, die eine Straße weiter mit ihrer Freundin mitgenommen werden will. Trotzdem hast du als Mann natürlich auch gute Chancen -einfach ein wenig präsentieren. Die coole Sonnenbrille ab um Augenkontakt gewährleisten und stets das Lächeln nicht vergessen!
Des Weiteren kannst du mit kleinen Tricks noch mehr Sympathie bei den Autofahrern auslösen. Einen Teddybär am Rucksack befestigt, ein paar Blumen im Haar oder ähnliche kreative Dinge welche deine Sympathie Punkte steigern, wirkt oft Wunder!

Ausstiegsort kennen

Kläre vorab, wo dein Fahrer hinfährt, bzw. wo er dich absetzen kann. Nichts ist schlimmer, als unerwartet auf einer verlassenen Kreuzung mitten im Nirgendwo ausgesetzt zu werden.

Kleine Etappen

Ein Straßenatlas hilft dir dabei, auch andere Orte auf deiner geplanten Route als Zwischenziel zu wählen. So kommst du Stück für Stück ans Ziel. Einen weit entfernten Ort auf ein Pappschild zu schreiben, wirkt eher konterproduktiv. Viele Autofahrer denken “ So weit fahre ich sowieso nicht“ und halten gar nicht erst an.

Ist es gefährlich zu Trampen?

Ja und nein. In bestimmten Ländern (z.B. Neuseeland) ist es völlig normal zu Trampen. Trotzdem steigst du in ein Auto einer fremden Person. Dies birgt immer gewisse Risiken. Doch auch der Fahrer trägt diese Risiken bei der Entscheidung dich mitzunehmen oder nicht. Frauen tragen dabei ein noch höheres Risiko. Bevor du in irgendein Auto einsteigst, frage den Fahrer ob du ein Foto von ihm und dem Nummernschild machen kannst. Tue dies ganz offensichtlich und sende es zu einer vertrauten Person. Rufe anschließend diese Person an und schildere deine Pläne. Auch wenn keiner am anderen Ende des Telefons ist, wird der Fahrer es vermuten und hoffentlich die Finger von dir lassen. Meist bleibt es bei anzüglichen Äußerungen und dummen Sprüchen.
Wenn jemand anhält der dir bereits auf dem ersten Eindruck sehr suspekt vorkommt, dann hast du immer noch die Chance hier nicht einzusteigen.
Aber wir wollen auch keine Angst machen, auch wenn es keine offizielle Studie gibt sind Gewalttaten beim Trampen eher selten.

Kostet Trampen etwas?

Nein, es geht nicht um Geld. Es geht um die Unterhaltung und die Erfahrung. Viele Leute nehmen dich mit, weil sie das früher auch gemacht haben oder einfach um mal etwas anderes zu erleben. Je besser du die Leute unterhältst, desto unterhaltsamer wird die Autofahrt. Das ist auch der Sinn hinterm Hitchhiken. Einfach das zu teilen was man hat. Mit einem kleinen Snack (Schokoriegel oder ähnliches) und allerlei persönlichen Geschichten werden diese Fahrten schnell zu sehr unterhaltsamen Erlebnissen.
Ausnahme: In Rumänien und Zentralasien ist es üblich sich an den Fahrtkosten zu beteiligen!

Deine Erfahrungen?

Nun bist du gefragt – Bist du bereits getrampt? Kannst du dir vorstellen es zu versuchen? Welche Erfahrungen hast du beim Trampen gemacht? Ist es sicher? Hast du lustige oder gefährliche Erfahrungen gemacht? Oder eventuell weitere Tipps für andere Tramper? Schreibe uns gerne dazu einen Kommentar 