Vorsicht vor der Sonne

In dem Reisebericht „Weihnachten in Australien“ wurde unser erster langer Tag am, auf und im Meer in Australien beschrieben. Am Tag danach ging es uns jedoch recht schlecht. Wir hatten beide heftige Kopfschmerzen. Bei Helena kam noch ein Schwindelgefühl auf und bei Tobias Ohrensausen. Waren das die Nachwirkungen des Alkoholkonsums vom Vortag?

Ein Kater wäre die logischste Schlussfolgerung. Jedoch hatte sich einen weiteren Tag später, die Situation nicht verbessert. Unsere Köpfe dröhnten weiterhin heftig und wenn wir uns runter beugten, wurde es noch schlimmer. Außerdem fühlten wir uns die ganzen Tage müde, erschöpft, übel und schwindelig, sodass wir zu nichts im Stande waren. War Helena eventuell schwanger? Das würde vielleicht Helenas Zustand erklären aber warum ging es Tobias genauso? Haben wir uns durch den andauernden Wind am Meer eventuell einfach erkältet oder sind wir lediglich verkatert?

 Als sich am dritten Tag noch immer keine Besserung unserer Zustände einstellte, kamen wir auf den erleuchtenden Gedanken, eventuell einen Sonnenstich erlitten zu haben.

Symptome für einen Sonnenstich:

  • Kopfschmerzen, die beim Vorbeugen größer werden
  • Nackenschmerzen
  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • Erschöpfung
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Fieber
  • erhöhter Pulsschlag
  • roter, heißer Kopf

ACHTUNG: Die für einen Sonnenstich typischen Symptome treten oft erst Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf!

Tatsächlich sprechen viele Symptome für einen Sonnenstich. Es ist definitiv beruhigend zu wissen, woran man ist. Denn nun kann man entsprechend handeln.

Was sollte man tun bei einem Sonnenstich?

  • sofort raus aus der Sonne, möglichst an einen kühlen schattigen Ort
  • hinlegen und den Kopf leicht erhöht lagern
  • Kopf und Nacken mit nassen Tüchern kühlen
  • viel trinken; kühle aber keine kalten Getränke
  • Alkohol und Kaffee vermeiden
  • Wenn der Zustand sich nicht bessert – unbedingt den Arzt aufsuchen

Bei unserem Sonnenstich waren nach vier Tagen viel Schlaf und vielen kühlen Getränken erste Besserungen spürbar. Vorsorge wäre aber natürlich der bessere Weg gewesen:

Vorsorge statt die Sorgen danach

 Die Sonne in Australien ist wirklich gefährlich. Wir konnten es nun am eigenen Leib spüren. Nicht nur der brennende hautkrebsverurschende Sonnenbrand, sondern auch ein Sonnenstich oder gar ein Hitzeschlag können schnell aufreteten. Daher sollte man sich das australische Motto Slip, Slap, Slop – slip on a shirt, slop on sunscreen and slap on a hat wirklich verinnerlichen!
  • Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30+
  • Sonnencreme mindestens alle 4 Stunden  neu auftragen
  • viel trinken
  • Hut aufsetzen, Sonnenbrille- und lange helle Kleidung tragen
  • lieber im Schatten als in der knallende Sonne aufhalten
  • Mittagssonne vermeiden
  • körperliche Anstrengungen vermeiden

So schön es auch sein mag in der Sonne zu baden, man sollte sich in Acht nehmen vor den Gefahren des übermäßigen Sonnenkonsums. Wenn man sich an windigen Orten aufhält, wie zum Beispiel am Meer oder auf dem Boot, wirken die Temperaturen und die Sonne eventuell harmlos, doch dann kommt das böse Erwachen.

Nach 5 Tagen ging es uns beiden jedenfalls wieder ganz gut. Gerade rechtzeitig um den Jahreswechsel zelebrieren zu können…